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| Uhudler |
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Uhudler ist ein Wein aus Österreich, der aus dem
Südburgenland stammt. Im Aussehen ähnelt er dem rosé-farbenem Schilcher. Er wird aus
besonderen Trauben hergestellt, die von Amerikanerreben abstammen. Geschmacklich erinnert
er intensiv an Erdbeeren oder schwarze Johannisbeeren, der charakteristische Geschmack
wird als "Fox-Ton" bezeichnet.
Die gleichnamigen Rebsorten sind Direktträger und äußerst resistent gegen die Reblaus
und andere Krankheiten. Deshalb müssen sie (fast) nicht gespritzt und gedüngt werden.
Der Wein hat aufgrund des höheren Pektingehaltes der Früchte einen geringfügig höheren
(gesundheitlich nicht bedenklichen) Methanolgehalt als Wein aus europäischen Rebsorten
und wird deshalb in Österreich gerne als "Heckenklescher" bezeichnet. |
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| Ökologisch |
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| Die Trauben sind rote, seltener auch weiße Hybridsorten,
die aus Kreuzungen der europäischen Spezies Vitis vinifera mit der amerikanischen Vitis
labrusca und Vitis riparia entstanden ist. Unter Uhudler werden mehrere Sorten verstanden
und es ist bis heute umstritten, welche zur Uhudlergruppe zählen und welche nicht. |
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| Geschichte |
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Der Uhudler stammt aus der Zeit nach dem großen
Reblausbefalls um 1860. Die Reblaus wurde 1860 nach Europa verschleppt und erreicht um
1900 Österreich. Nach den Ausfällen der Europäischen Rebsorten durch die Reblaus, wurde
versucht anderwertig Wein zu gewinnen, wie im Tullnerfeld durch den stark praktizierten
Ribiselanbau, und gleichzeitig die Reblaus mit allen erdenklichen Mitteln bekämpft (auch
Blei und dergleichen). Im Zuge dessen wurden Amerikanerreben (u.a. auch Uhudler) nach
Europa importiert, um aus deren Früchten Wein zu gewinnen. Damals wurden amerikanische
und europäische Rebsorten gekreuzt. Es blieb den Eurpäern nichts anderes übrig, als
diesen Direktträgerwein/Amerikanerwein zu trinken, der keinesfalls den gewohnten
Geschmacksrichtungen entsprach. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Veredlung erfunden,
bei der Amerikanerreben als Unterlage dienen und Europäerreben den früchtetragenden Teil
bieten. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren Direktträgerreben wie der
Uhudler verpönt, um dem Europäerwein wieder zu seinem Platz zu verhelfen.
Um den Direktträgerwein einen immensen Schaden zuzufügen, wurde auch behauptet, dass
dieser Wein einen hohen Gehalt an Fuselölen und Methylalkohol enthalte und daher
gesundheitsschädlich sei. In der NS-Zeit wurde der Uhudler drastisch bekämpft. In den
70er Jahren wurde in Österreich der Uhudler als Haustrunk beschränkt. Die Produktion
für den Eigenverbrauch war erlaubt. Das Verbot führte zu einer ansteigenden Beliebtheit
des Getränks.
Mitte der 80er Jahre wurde der Begriff Haustrunk im Zuge der enormen Verschärfung des
österreichischen Weingesetzes aufgrund des Weinskandals aus dem Weingesetz gestrichen,
womit der Uhudler verboten war. Bis Beginn der 90er Jahre hielt dieser Umstand an. In
dieser Zeit wurden tausende von Litern Uhudler (vor allem im Südburgenland) von
Kellereisinspektoren ausgeleert und kanalisiert. Einer der berühmtesten
Uhudlerweinbauernvertreter dieser Zeit ist der legendäre Rübezahl, der für den Erhalt
dieses Weines kämpfte. Seit Anfang der 90er Jahre ist der Uhudler in 19
südburgenländischen Gemeinden vorübergehend bis 2012 (laut EU) zugelassen, mittlerweile
wurden die wichtigsten Uhdlersorten, wie z.B. Isabella, Noah, verboten.
1992 wurden die Weingesetze novelliert und der Uhudler darf seitdem in acht
burgenländischen Gemeinden verkauft werden. Seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 sind,
auf Ansuchen Österreichs, die Direktträgersorten Isabella, Concord, Delaware, Elvira und
Ripatella erlaubte Weinsorten (jedoch nicht als Qualitätswein).
Obwohl verboten, wird der Uhudler auch im steirischen Weinbaugebiet angetroffen, ebenso in
Wien, wo einzelne Weinhauer ihn unter der Bezeichnung "Wuhudler" an ihre
Stammgäste verkaufen.
Die Abstammung des Namens wird folgendermaßen erklärt: Nachdem der Wein hergestellt
wurde und die Männer auch schon gekostet hatten und dann mit Ringen unter den Augen zu
ihren Frauen kamen, sagten diese zu ihnen: "Du schaust ja aus wie ein Uhu!" |
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auszugsweise aus |
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