Rust
Burgenland
Bezirkshauptstadt:
Seehöhe: 123 m
Einwohner: 1696 (2001)
Fläche: 20,01 km2
Bezirke zum Anklicken
"österreichische Weinhauptstadt" unweit des Westufers des Neusiedler Sees; seit 1975 neben Salzburg und Krems eine der 3 österreichischen Modellstädte für Denkmalpflege. - Bezirksschulrat, Österreichische Weinakademie mit Vinothek, Seebad; Weinbau und -handel (vor allem Qualitätsweine, rund 500 ha Weingärten, bereits im Mittelalter wichtiger Weinort, seit 1524 Privileg der Fasskennzeichnung "R"), Sommertourismus (139.606 Übernachtungen), Schilfmattenerzeugung.
Häuser mit dörflichem und städtischem Charakter, oft mit Fassadendekor (Rathaus, Haus zum Auge Gottes, Nattl-Haus, Feiler-Haus, Seehof); Storchennester (gemeinsam mit WWF Ruster Storchenschutzprogramm); Rathaus (1673). Damm und Kanal durch den Schilfgürtel zum See.
Bild: Stadtgemeinde Rust - Tourismusverband
Allgemeines
Stadterhebung 1681 („königlich ungarische Freistadt“). Bereits römerzeitliche Besiedlung, urkundlich 1317 als „Ceel“ erwähnt. 1470 zum Markt erhoben, als Teil der Herrschaft Corvinus. 1529, 1532 von Türken verwüstet. Seit 1600 protestantisch; 1674 Konfiskation der 1649-51 erbauten protestantischen Kirche. 1783 turmloses protestantisches Bethaus neben der Fischerkirche errichtet. Ende des 19. Jh. Ausdehnung über die geschleiften Stadtmauern hinaus. 1921 an Österreich. „Denkmalstadt“. Ganze Straßenzüge mit bis ins 15. Jh. zurückreichender Bausubstanz. Reste von Mauer und Stadtgraben und fünf Türme im Norden, im Nordosten
Blickpunkte:
Wehrturm, 1614.
Fischerkirche, ehemalige Pfarrkirche, 12. Jh. (romanische Nord- und Westwand), Chor um 1400, Querschiff Anfang 16. Jh.; romanische Fresken (!) (12.-14- Jh.); Orgelpositiv (1705); Sakramentshäuschen (14. Jh.).
Altes Rathaus, 1637.
Stadtpfarrkirche, 1649-51 als protestantische Kirche erbaut; Balustrade (Rundblick).
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