Oberwart
Burgenland
Bezirkshauptstadt:
Seehöhe: 315 m
Einwohner: 6319 (2001)
Fläche: 36,47 km2
Bezirke zum Anklicken
Schul-, Einkaufs- und Messestadt im Pinkatal, im Südburgenland; 1991 rund 37 % (2335 Personen) der Bevölkerung evangelisch. Ungarische Minderheit (1991: rund 25 %, 1598 Personen), daneben Roma. - Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Landeswasserbau- und Baubezirksamt, Landwirtschaftliches Bezirksreferat, Arbeitsmarktservice, Finanzamt, Eich- und Vermessungsamt, Sporck-Kaserne, Krankenhaus, Wirtschaftskammer und WIFI-Süd, Arbeiterkammer, Berufsförderungsinstitut, Berufsinformationszentrum, Gebietskrankenkasse, Volkshochschule, Offenes Haus Oberwart, Bewährungshilfe, Beratungsstellen, Sporthalle, Wasserwerk, Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium (zweisprachig), Handelsakademie, Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und für Mode und Bekleidungstechnik, Bundesanstalt für Kindergartenpädagogik, Krankenpflegeschule, Landwirtschaftliche Bildungsstätte, Ballettschule, Burgenländische Messe Betriebsgesellschaft (jährlich 4 Publikums- und 2 Fachmessen); Dienstleistungsstadt (71 % der 5452 Beschäftigten 1991, vor allem persönliche, soziale und öffentliche Dienste, zum Beispiel Krankenhaus, BEWAG, Handel); Textil-, Stahlbauindustrie, Baugewerbe. Landwirtschaft (im Umland), Viehversteigerungshalle (zweitgrößte Fleckviehzuchtversteigerung Österreichs).
Bild: Messezentrum (links), Bahnhof - Stadtgemeinde Oberwart
Allgemeines
Stadterhebung 1939. Im 13./14. Jh. ungarische Grenzwächtersiedlung. In der Reformationszeit lutherisch und kalvinistisch. 1663 Vertreibung der Prediger. Nach 1770 errichten Kalvinisten Kirche, Pfarrhaus und Schule. Marktrecht und Verlegung von Stuhlrichter- und Steueramt von Pinkafeld nach Oberwart bringen Mitte des 19. Jh. Wohlstand. Viehhandel (größter Viehauftrieb nach Ried im Innkreis), Jahrmärkte.
Blickpunkte:
Kalvinistische Kirche, 1773 geweiht, mit barockem Zwiebelturm; bildet mit Pfarrhof und Nebengebäude ein malerisches Ensemble. In der Altstadt im Nordwesten alte Arkadenhäuser der ungarischen Kleinadeligen.
Ehemalige Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt, romanisch-gotisch, im 18. Jh. barockisiert; Altarbild von Dorffmeister. Daneben modernes Pfarrzentrum mit architektonisch interessanter neuer Kirche.
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