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| Neusiedler See |
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Bild: Der südliche Teil des Sees
oberhalb von Mörbisch aus aufgenommen - foto.hymn.at |
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Neusiedler See, 115 m, 33,5 km lang, 12 km breit und 1,8 m
tief; zirka 285 km2 (inklusive Schilfgürtel), davon 220 km2 auf österreichischem Gebiet;
durch starke Verdunstung hoher Salzgehalt und Temperaturausgleich des Klimas.
Der Neusiedler See, umgeben im Nordwesten vom Leithagebirge, im Nordosten von der
Parndorfer Platte, im Westen vom Ruster Höhenzug, im Osten vom Seewinkel (Lacken). Im
Süden liegt ein kleineres Sumpfgebiet, im Südosten das durch den Einser-Kanal weitgehend
trockengelegte frühere Sumpfgebiet des Hanság (Waasen). |
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| Bild: Sonnenuntergang Podersdorf - foto.hymn.at |
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| Wichtigste Erwerbszweige der Region sind Weinbau,
Fremdenverkehr, Schilf- und Fischereiwirtschaft. Der Wasserstand des Neusiedler Sees wird
vor allem durch Niederschlag bestimmt, einen geringeren Beitrag leisten kleinere
Gewässer, wie Wulka, Wolfsbrunn- und Angerbach im Westen, sowie unterirdische Zuflüsse
(besonders aus dem östlichen Seewinkel). Von Weiden und Gols führen nach diesen Orten
benannte Kanäle zum Neusiedler See. Über den Einser-Kanal (Ungarn) besteht die
Möglichkeit, den Wasserstand des ansonsten abflusslosen Neusiedler Sees zu regulieren und
ungefähr konstant zu halten. |
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| Bild: Neusiedlersee mit Leuchturm im
Winter - foto.hymn.at |
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| Aufgrund seiner Wasserqualität und geringen Tiefe ist der
Neusiedler See zum Baden sehr gut geeignet. Der Schilfgürtel, der seit Beginn des 20.
Jahrhunderts stark gewachsen ist, bedeckt heute auf österreichischem Gebiet rund 100 km2
und ist mit etwa 5 km bei Donnerskirchen am Westufer am breitesten, am schmalsten im Osten
bei Podersdorf am See; die künstlichen Passagen durch den Schilfgürtel heißen
"Schluichten". Der Schilfbestand bietet eine Erwerbsmöglichkeit für die lokale
Bevölkerung. Der Schilfschnitt (Stukkaturmaterial) erfolgt auf 10-15 % des Gürtels; der
Schilfgürtel ist Brutplatz und Lebensraum für mehr als 250 Vogelarten (besonders Wat-
und Wasservögel). |
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| Bild:Weiden am See - © Citype,
Gaube |
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| Im Neusiedler See leben mehr als 30 Fischarten (vor allem
Aal, Karpfen, Zander und Hecht), die teilweise zu wirtschaftlichen Zwecken ausgesetzt
werden. Der Neusiedler See ist das Zentrum des Tourismus im Burgenland. Die Seeregion
verzeichnete 1999 rund 3 Viertel aller Gästeankünfte und mehr als 2 Drittel aller
Übernachtungen im Burgenland. Der Neusiedler See, das "Meer der Wiener", bietet
viele Sportmöglichkeiten (vor allem Wassersport, Radwege). Im Sommer finden am Neusiedler
See die "Seefestspiele Mörbisch" statt (vor allem Operetten). |
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| Bild: Bootsanlegestelle - foto.hymn.at |
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| Das sonnenreiche pannonische Klima, der See als
Wärmeregulator und die Bodenbeschaffenheit sind gute Voraussetzungen für den Weinbau.
Seit zirka 1965 hat besonders östlich des Neusiedler Sees der Anbau stark zugenommen.
Heute gibt es fast überall östlich und westlich des Sees (Weinbauregionen Neusiedler See
und Neusiedler-See-Hügelland) Weinbau. Den Nordwesten des Sees erschließt die
Neusiedler-See-Weinstraße, den Osten die Seewinkel-Weinstraße. |
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| Bild: Sturm im August / Strandbad Weiden
am See - © Citype, Gaube |
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| 1993 wurde gemeinsam mit Ungarn der Nationalpark Neusiedler
See-Seewinkel, der vor allem den südöstlichen Teil des Sees und die Lacken im Osten
einschließt, eröffnet. Das Areal, 9500 ha auf österreichischem und 12.700 ha auf
ungarischem Gebiet, ist in eine Kernzone mit strengen Auflagen, eine Bewahrungszone
(Lacken) und ein Landschaftsschutzgebiet gegliedert. |
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| Bild: Sturm bei Illmitz - ©
Burgenländischer Yachtclub www.byc.at
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| Text auszugsweise aus |
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